Die Knirscherschiene
Patienten, die nachts oder bei Anstrengung mit den Zähnen reiben, pressen oder knirschen sind sich dessen meist selbst nicht bewusst.Bitte betrachten Sie Ihre Mitmenschen unter dieser Hinsicht genauer. Sicher entdecken sie bald einen, dessen Gesichtsmuskeln ständig arbeiten , so als ob er ganz kleine Kaubewegungen ausführen würde. Dann erst beobachten sie sich selbst, oder lassen sich von einem(r) Vertrauten beobachten .Falls sich dabei herausstellt, daß Sie knirschen, sprechen Sie darüber mit Ihrem Zahnarzt. Dieser sieht anhand von typischen Schleifspuren an den Zahnkauflächen, wie stark Sie knirschen und fertigt Ihnen eine Knirscherschiene an. Diese wird von der Kasse bezahlt, tut nicht weh und hilft Ihre Zähne und Ihre Kiefergelenke zu schonen. Letztere werden beim Knirschen sehr überbeansprucht ,was sogar zu Kopf-, und Ohrenschmerzen führen kann.
Wenn Ihr Kiefergelenk bereits geschädigt ist, dann ist es oft mit einer einfachen Schiene nicht getan. Woran merken Sie, ob Ihr Kiefergelenk geschädigt ist? Erstens kann Ihr Zahnarzt natürlich entsprechende Untersuchungen machen. Zweitens: ein gesundes Kiefergelenk spüren Sie nicht. Wenn es in Ihrem Gelenk also manchmal knackt, wenn Sie in den Muskeln am Kiefergelenk Verspannungen spüren (die manchmal auch zu Kopfschmerzen führen können), oder wenn Sie regelrecht Schmerzen beim Kauen oder nach dem Aufwachen haben, dann ist auf jeden Fall etwas nicht in Ordnung.
Behandlungen dieser Art nennt man "Gnathologie" oder "Funktionstherapie". Wenn Sie also mehr als nur die "Standardlösung" der einfachen Knirscherschiene brauchen, so werden Ihnen - falls Sie gesetzlich versichert sind - eigene Kosten entstehen. Wie hoch diese liegen, das hängt sehr vom Einzelfall ab. Auf jeden Fall wird man die Kosten und den Ablauf der Behandlung vorher mit Ihnen durchsprechen.



